| Im Roten Zentrum angekommen |
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![]() (meist 4WD), 6 Road-Trains (Lastwagen mit 3 oder mehr Anhängern), 6 tote Kängurus und 2 Gebäude (waren nicht zwingend als Wohnhäuser zu erkennen). Wie also um Himmelswillen sollen da schweizerische Vorstellungen von Distanzen eine Berechtigung haben! Seit dem letzten Bericht sind wir also einige Tausend Kilometer gereist, haben einige Nationalparks besucht, wenn die Temperaturen es zuliessen ein paar Wanderungen gemacht, einige interessante Menschen getroffen und viele Zwiebeln gegessen!
Wir haben die Westküste verlassen und sind durchs Landesinnere bis nach Darwin gereist. Im Kakadu-Nationalpark hat die Saison erst begonnen und einige Strassen waren auf Grund der Überschwemmungen aus der Regenzeit noch geschlossen. Ein Besuch der Felsmalereien der Ureinwohner (Aboriginals) oder der Aufstieg zur Aussichtspaltform bei Ubirr waren dennoch möglich. Auch war eine reiche Tiervielfalt zu beobachten. Nach Darwin haben wir einige Tage im nahegelegenen (ihr wisst ja jetzt was das bedeutet!) Lichfield Nationalpark verbracht. Dieser wurde zu unserem Liebling, da wir jeden Morgen ein kühlendes Bad in einem der zahlreichen natürlichen Pools geniessen konnten. Tagsüber haben wir uns mit dem Auto auf Entdeckungsreise gemacht, Wasserfälle besucht und noch mehr Schwimmbecken ausprobiert. Auf der einzigen geteerten Strasse südwärts nach Alice Springs sind wir tatsächlich 2 verrückten Australierinnen auf dem Fahrrad begegnet. Wir waren beeindruckt und zeigten unseren Respekt mit der Spende von Trinkwasser und etwas Schweizer Schokolade. Die Nächte verbringen wir so oft es geht auf einer so genannten Rest-Area. Die in den Abständen von zirka 50km nahe vom Highway gut eingerichteten Plätze sind gratis und bieten oft die Möglichkeit am Lagerfeuer mit anderen Reisenden Erlebnisse auszutauschen. Leider ist ein gemütliches Beisammensein nicht immer erträglich. Die Tatsache: Australien habe einen Zug (The Ghan), einen Uluru (Ayers Rock) und X-Billionen Fliegen, können wir bestätigen. Die Mistviecher sind nicht nur lästig auf dem Teller, nein sie versuchen um jeden Preis in alle deine Sinnesorgane zu krabbeln – ekelhaft. Einheimische und auch Touristen schützen sich mit einem Hut mit Schleier oder lassen sich vom Lagerfeuer einräuchern. Noch eine Stufe wirksamer sollen getrocknete Kuhfladen auf dem Rost sein! (Haben wir allerdings noch nie getestet) Seit Darwin mussten wir die Tragik der Ureinwohner beobachten, die vorwiegend im Zentrum Australien leben. Die Aboriginals wandern aus ihren, vom Staat zugeordneten, Territorien in die grösseren Orte ab und wandeln das vom Gouverment erhaltene Geld in Alkohol und Drogen um. Sie sitzen irgendwo im Schatten und lassen den Tag vorbeiziehen. Ihr verbitterter Gesichtsausdruck wirkt oft beängstigend und zeigt die unbefriedigende Situation dieser Menschen deutlich. Inzwischen wurden Massnahmen ergriffen und man hat überall Alkohol-Verbotstafeln aufgestellt, in der Hoffnung das Elend zu lindern. Selbst für die Weissen Australier ist ein Kontakt mit den Indigenen Menschen schwierig, für uns Reisende bleibt er nahezu unmöglich. Da oft eine schulische Ausbildung fehlt wird auch der Verkauf von Handarbeiten meist von Weissen übernommen – leider werden die Souvenirs zu einem grossen Teil in China hergestellt und hier ver- und gekauft. Die nächsten Tage werden wir uns im roten Zentrum auf Erkundungstouren gehen und etwa in einer Woche entscheiden, ob wir an die Ostküste oder Richtung Süden weiterreisen. Der nächste Bericht kommt also aus noch unbekannter Gegend! Wir verbleiben mit vielen Outback-Grüssen und melden uns bald wieder…. |
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