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Aus der Wüste in die Tropen Drucken
 
Beim Uluru

Die Tage im roten Zentrum hatten allerhand zu bieten. In Alice Springs besuchten wir die grösste Schule der Welt. Das Klassenzimmer hat einen Radius von über 1000km – du hast richtig gelesen…. Die „School of the Air“ unterrichtet 130 Kinder, die im Outback (im Chrutt uss)leben, durch die Luft. Bis vor 3 Jahren basierte der Austausch über Funk und Radio, heute sind alle Schüler mit Internet, Kamera und Head-set ausgerüstet (im Gesamtwert von je etwa 10`000.- CHF). Ergänzend erhalten die Kinder alle 2 Wochen per Luftpost ein Paket mit den nötigen Unterrichtsmaterialien für die kommenden 2 Wochen. Die Lehrkräfte sitzen im „Studio“ und unterrichten vor der Kamera. Eine Ausbildung als Moderatorin kann hier sicherlich nicht schaden….

Neben Fächern wie Mathematik, Englisch oder Zeichnen wird auch Sport unterrichtet. Gymnastikübungen im Studio werden zu Hause am Bildschirm mitverfolgt und nachgeahmt. Damit sich die Klassenkameradinnen und –kameraden auch einmal live sehen, veranstaltet die Schule 3 Mal im Jahr ein Treffen in Alice Springs.

Beeindruckt von der Schule reisten wir also noch eine weile durchs Klassenzimmer….

Nach einem Abstecher in die MacDonnell-Range und der Nacht auf einem der schönsten Campingplätze unserer Reise (siehe Bild) zog es uns zum roten Felsen. Um die Spannung noch etwas hochzuhalten, schoben wir noch eine Wanderung im Kings-Canyon Nationalpark ein. Dann war es soweit – wir standen vor ihm…. Mitten im Nichts steht plötzlich ein riesiger Felsen, den  die Ureinwohner Uluru tauften. Bei günstiger Sonneneinstrahlung bietet der Ayers Rock (Englische Bezeichnung) ein faszinierendes Farbenspiel. Weniger bekannt jedoch für uns nicht minder attraktiv waren die Kata- Tiuta oder „The Olgas“ …  eine Felsformation in der es sich gelohnt hat eine Blase „einzuwandern“.

Wir entschieden uns nach dem Zentrum an die Ostküste zu fahren, verliessen also auf einem langen Weg die trockene Gegend und fuhren langsam aber sicher in eine grünere Landschaft. Die letzten Tage verbrachten wir bei Regenwetter in feuchten Wäldern, fuhren durch Zuckerrohrfelder, Bananenplantagen und gönnten uns am verregneten Sonntag eine Kanne Tee aus der regionalen Produktion. Auch einen Spaziergang am Meer genossen wir wieder einmal – leider ist es hier nur in abgegrenzten Bereichen möglich ein Bad zu nehmen. Flaggen und Warnschilder mit Quallen abgebildet, kennzeichnen die Gefahr. Zur Not findet man in regelmässigen Abständen Essigdepots, welche für die erste Hilfe nach einer Verbrennung durch die gefürchteten Tierchen dienen soll.

Nun reisen wir definitiv südwärts nach Sydney zu unserem Schlusspunkt der Reise. Die Ostküste ist übersäht mit Nationalparks und schönen Stränden, da werden wir sicherlich noch das eine oder andere schöne Plätzchen dieser Welt sehen.
 
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