unsere Reisezeit

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Alles hat ein Ende Drucken

 
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Es ist soweit, wir sind in Sydney angekommen und bereiten uns auf unsere Rückkehr in die Heimat vor. Neben der Materialschlacht gibt es natürlich auch auf der Gefühlsebene einiges zu tun. So freuen wir uns zwar sehr nach Hause zu gehen und all unsere Familien und Freunde zu sehen, wieder ein zu Hause  zu  haben oder ein gutes Stück Brot zu essen. Wir spühren aber auch Wehmut, dass unsere Reise „schon“ zu Ende ist, dass das Vagabundenleben fertig ist und die unendliche Freiheit doch nicht ganz unendlich ist…

Nun aber noch kurz zu unseren letzten 3 Wochen in Australien: Nach dem Abstecher ins Landesinnere ging es zurück an die Küste nach Port Macquarie. Für ein paar Tage waren wir Gäste bei Greg und Jenny Croft. Wir haben die beiden in Neuseeland kennengelernt. Sie haben uns damals mit dem Auto auf einen Ausflug mitgenommen. Greg arbeitet für die Nationalparks in der Region und Jenny ist Lehrerin. Wir haben uns sehr wohl gefühlt und wurden total ins Familienleben integriert. Highlight war sicher der Spaziergang auf der Suche nach wildlebenden Koalas. Wir haben gleich drei dieser grauen Wollknäuel hoch oben in einer Astgabel gesehen. Die Tiere verbringen 20 Stunden am Tag mit Schlafen und die restlichen vier mit Fressen. Dabei interessieren sie sich ausschliesslich für die Blätter der Eukalyptus-Bäume. Leider sind diese Blätter nicht allzu nahrhaft (Ich zitiere: Eukalyptusblätter sind etwa so nahrhaft wie die Cheesburger von MC Donalds) und so müssen sie täglich bis zu 1kg vertilgen.

Da wir noch genug Zeit hatten und Greg uns den Tipp gab, machten wir einen Abstecher (550km) zu seinem früheren Arbeitsort in den Warrumbungle Nationalpark. Als wir zwei Tage später ankamen, waren die Wetterprognosen „schitter bis bewölkt“. Für die 550km Fahrt wollten wir dennoch etwas vom Park sehen und marschierten bei Regenwetter los. Nach 4 Stunden gaben wir auf und kehrten zurück zum Campingplatz. Eine heisse Dusche und ein wärmendes Kaffee mit viel Schokolade waren lebensrettend! Als uns dann am nächsten Morgen die Sonne anlachte, schlüpften wir erneut in unsere Schuhe und machten die gleiche Wanderung noch einmal… und wir wurden belohnt.

Wir fuhren anschliessend nach Newcastle. Dort trafen wir Gerda, eine Bekannte aus dem Emmental, die einen Sprachaufenthalt in Australien macht. Zusammen verbrachten wir das Wochenende. Am Sonntagnachmittag besuchten wir zusammen einen Rugby-Match – wichtigste Nationalsportart bei den Aussies. Wir fieberten mit den 20`000 Fans mit und genossen ein spannendes Spiel.

Das die Australier guten Wein produzieren wussten wir ja bereits, dennoch wollten wir es genauer wissen und machten einen Ausflug ins Hunter-Valley. In den 160 Weinkellern könnte man ein ganzes Jahr lang Wein testen, wir mussten uns also einschränken und besuchten deren 5. Für einmal haben wir uns einer Tour angeschlossen, wir wollten die guten Tropfen ja schliesslich nicht wieder Ausspucken…

Inzwischen sind wir in einem Vorort von Sydney bei der Gastfamilie von Gerda gelandet. Hans und Trudy sind ursprünglich aus der Schweiz und wanderten vor vielen Jahren nach Australien aus. Ein schöner Ort um Abschied zu nehmen.

Und so stehen wir am Ende - UNGLAUBLICH!  Das sind nun unsere letzten Zeilen aus der Ferne.  Wir werden uns aber sicher wieder melden. Das nächste Abenteuer ruft: Wohnungssuche, Umziehen und Jobsuche… Wie es uns dabei ergeht werdet ihr schon bald lesen können.
 
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